Willkommen beim Netzwerk der Odenwälder Wirtschaft

Die Industrie-Vereinigung Odenwaldkreis (IVO) ist das Netzwerk der Odenwälder Wirtschaft. Sie fördert praxisnah und nutzenorientiert den Erfahrungs- und Wissensaustausch, gibt kompetente Antworten auf wichtige Fragen und steht in ständigem Kontakt mit Schulen, Wirtschaftsverbänden, den Verwaltungen und den politischen Gremien. Die IVO vertritt die gemeinsamen Interessen von grundsätzlicher Bedeutung gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit und den zuständigen amtlichen Stellen.

Entscheidung für Standortmarketing gegen die Empfehlung der Odenwälder Wirtschaft

IVO zieht positive Bilanz auf der Jahresmitgliederversammlung


von Manfred Giebenhain

Das Interesse am Wirken des Netzwerks der Odenwälder Wirtschaft ist ungebrochen groß: Der Vorsitzende der IVO, Jürgen Walther, konnte unlängst über hundert angemeldete Vertreter aus der heimischen Wirtschaft bei der diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßen, die in der Privatbrauerei Schmucker in Ober-Mossau standfand.

Als hervorragender Gastgeber zeigte sich das Team um Geschäftsführer Willy Schmidt, das sowohl bei der vorgeschalteten Betriebsbesichtigung als auch im Service und bei der Verköstigung im hauseigenen Restaurant seinen Beitrag zum Gelingen einer angenehmen und interessanten Veranstaltung beisteuerte. Mit einer Millionen-Investition in eine neue hauseigene Kläranlage bekenne sich das Unternehmen trotz harter Marktbedingungen zum Traditionsstandort, versicherte Willy Schmidt. Auch die Bilanz der IVO fiel in nahezu allen Bereichen positiv aus. In der von dem geschäftsführenden Vorstand, Hermann Braun, geleiteten Versammlung wurden ohne Gegenstimmen Kurt Haag (Bosch Rexroth, Erbach) und Reiner Oertl (Oertel Firmengruppe, Brensbach) für weitere drei Jahre als Vorstandsmitglied im Amt bestätigt; aufgerückt ist Kay Dittmann von der Trelleborg Automotiv Germany in Breuberg.

Ausdrückliche Anerkennung sprach Jürgen Walther der Kreis-Initiative zum flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes und der Zusammenarbeit mit der Abteilung strategische Planung im Landratsamt sowie der Wirtschaftsförderung unter dem Dach der Odenwald-Regional-Gesellschaft aus. Auch die Einrichtung einer Wirtschaftskommission unterstreiche, dass die Region auf einem guten Weg sei. Umso bedauerlicher habe sich abgezeichnet, dass keine Einigkeit zwischen Politik und Wirtschaft in der Frage der strategischen Ausrichtung des Standortmarketings für den Wirtschaftsraum Odenwaldkreis und bei der Auswahl des beauftragten Unternehmens erzielt werden konnte. Das Land Hessen hat für die Erarbeitung und Umsetzung eines Standortmarketings 130 000 Euro zur Verfügung gestellt. Den Zuschlag erhielt nicht die von der IVO und Kreishandwerkerschaft favorisierte regionale Agentur, „die inhaltlich, konzeptionell und vor allem auch stilistisch den Vorgaben und Notwendigkeiten einer zukunftsorientierten Wirtschaftsförderung für den Odenwald aus unserer Sicht entsprach“. Der IVO-Vorstand hat daraufhin einstimmig seinen Rückzug aus dem Arbeitskreis Standortmarketing beschlossen, da weder bei der Entscheidung noch beim Weg zu derselben die Empfehlung der heimischen Wirtschaft berücksichtigt blieb. Jürgen Walther unterstrich: „Auch die in dem beschlossenen Konzept vorgegebene zwingende Verknüpfung von Tourismus und Wirtschaftsförderung unter einem Dach halten wir nicht für sachgerecht.“

Kritisch sieht die IVO auch die Argumentation, der Ausbau regenerativer Energiequellen durch den Bau von Windkraftanlagen trage zur Wertschöpfung in der Region bei, ohne in die politische Diskussion selbst eingreifen zu wollen: „Externe Spezialfirmen planen, bauen und warten häufig sogar als Generalunternehmer diese Windkraftanlagen. Regionale Betriebe haben hier kaum eine Chance einen Teil der berühmten Wertschöpfungskette abzubekommen.“ Mit Blick auf den Ausbau der Bundesstraße zwischen Miltenberg und Obernburg mit dem direkten weiteren Autobahnanschluss lobte Jürgen Walther das Engagement der Bayerischen Verkehrsplaner als Vorbild für Südhessen.


IVO-Vorsitzender Jürgen Walther gibt den Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Schule/Ausbildung

OBIT kommt bei Firmen und Schulen gut an

Beteiligung von über 40 Unternehmen
von Manfred Giebenhain

Odenwaldkreis. Die von der IVO ins Leben gerufenen Odenwälder Berufsinformationstage (OBIT) haben sich auch im vierten Jahr als eine erfolgreiche Veranstaltung bewährt.

Wieder einmal hatten im Februar namhafte Unternehmen aus der Region und darüber hinaus Schülerinnen und Schülern an allen weiterführenden Schulen die Berufs- und Arbeitswelt und insbesondere die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt.

„Wir erleben heute schon, dass qualifizierte Arbeitnehmer fehlen. Unser Ziel ist es, den Odenwald voranzubringen und dazu brauchen wir gut ausgebildete und hoch motivierte junge Menschen“, unterstrich IVO-Vorstandsmitglied Klaus Blank die Bedeutung der Nachwuchsförderung. Schließlich gehe es um nicht weniger als um hervorragend aufgestellte Unternehmen, die teilweise ihre Produkte und Dienstleistungen in vielen Ländern der Erde vertreiben.

Organisatorisch hervorragend vom Bereich Wirtschaftsförderung der OREG umgesetzt, bestätigte auch deren Leiterin Gabriele Seubert, dass „die OBIT ein wichtiges Instrument zur Berufsorientierung ist, das Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bietet, Kontakte mit den Unternehmen zu knüpfen“. In diesem Sinne zogen auch die Firmenvertreter wie die Ansprechpartner der Schulen eine positive Bilanz. Beteiligt hatten sich über 40 Unternehmen. Für die fünfte OBIT wurde der Zeitraum vom 18. Februar bis 8. März 2013 vereinbart. Für organisatorische Fragen ist die OREG per E-Mail unter drews@oreg.de erreichbar.


IVO-Vorstand Klaus Blank (2. von rechts) lässt sich von Ausbilder Tilo Schwarz (rechts) und Pirelli-Auszubildenden, dazwischen Schuldezernent Oliver Grobeis, bei der Eröffnung der OBIT in Rai-Breitenbach die Zugprüfung einer Kabelschuhpressung erklären.

Unsere Position: Jetzt den Joker ziehen

Windräder: Industrie-Vereinigung missfällt offizielle wirtschaftliche Argumentation

Windräder – Industrie-Vereinigung fordert wirtschaftliche Argumentation für Rotoren zu belegen oder zu unterlassen

ODENWALDKREIS. Skepsis gegenüber dem Potenzial an lokaler Wertschöpfung durch Windräder herrscht bei der Industrie-Vereinigung (IVO) und der Kreishandwerkerschaft. Beide Verbände rufen die Politik auf, nachprüfbare Belege und Zahlen für potenzielle Aufträge und Gewinne im Kreisgebiet vorzulegen.

Den gesamten Artikel finden Sie bei www.echo-online.de


Standortmarketing an Stärken ausrichten

Bad König. Bei Entscheidungen über die Wirtschaftsförderung und über ein Marketingkonzept zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Odenwaldkreis ist es von Vorteil, die Fakten zu kennen.

Darüber hinaus erfordert es die Bereitschaft, diese Fakten neutral und ohne persönliche oder politische Präferenz auch in das Handeln einfließen zu lassen.

Wussten Sie, lieber Leser, dass rund 17% aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer im Odenwaldkreis im Bereich Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren beschäftigt sind? Ist Ihnen klar, dass über 12% der Arbeitnehmer im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen ihr Einkommen finden? Hätten Sie gedacht, dass über 7% im Baugewerbe und über 6% im Einzelhandel beschäftigt sind? Haben Sie wahrgenommen, dass sich der Dienstleistungssektor seit dem Jahr 1990 verdreifacht hat und hier auch die Bereiche Unternehmensberatung, Kommunikation und IT bedeutend sind? Nachzulesen ist all das im IHK Landkreisporträt für den Odenwaldkreis. Die IHK macht u.a. „einen gewachsenen und innovativen Mittelstand als industrielle Basis des Odenwaldkreises aus“ und schätzt die „zentrale geographische Lage“. Und die IVO-Mitgliedsbetriebe ergänzen noch als großen regionalen Vorteil den hohen Qualifikationsgrad der Bevölkerung. Die Wirtschaft betrachtet diesen Standort als stark und ausbaufähig.

Wir haben also eine Vielzahl von „Jokern“ auf der Hand und es ist Zeit, diese Möglichkeiten zu nutzen für eine aktive Wirtschaftsförderung und ein innovatives, zielgerichtetes Standortmarketing, um genau die oben beschriebene Basis zu stärken und Arbeitsplätze in der Region zu halten. Die Wirtschaft sieht durch Bestandspflege und behutsame, nachhaltige Neuansiedlung mehr Entwicklungspotential als das weithin bekannt ist.

Wenn stattdessen darüber nachgedacht wird, Wirtschaftsförderung zum Anhängsel der regionalen Tourismusförderung zu machen, dann halten wir das für sachlich verfehlt und inhaltlich für völlig falsch ausgerichtet. Und die Entscheidungen müssen sachlich getroffen werden, die Prozesse müssen sauber und nachvollziehbar sein.

Gebraucht wird ein selbstständiges, schwungvolles, positives Marketingkonzept, das die Wirtschaftsregion Odenwaldkreis in der Innen- wie Außendarstellung nach vorne bringt. Oder sollen unsere Kinder und Enkel die Region verlassen?


Die IVO begrüßt das Projekt "Odenwald Breitband":
Hinweis:
Hier finden Sie den Sonderbericht aus odenwald-regional zur Ausbildungsbörse der IVO mit allen Ausbildungsberufen im Odenwald.
Der neue IVO-Flyer:

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